Neurofeedback

Neurofeedback – Training für das Gehirn

Was ist Neurofeedback?

Neurofeedback ist eine Methode, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Lern- und Verhaltensregulation basiert und in verschiedenen Altersgruppen eingesetzt wird. Grundlage ist unter anderem das Prinzip der positiven Verstärkung.

Gehirnwellen stehen in Zusammenhang mit Wohlbefinden, Leistungsfähigkeit und Entspannungsfähigkeit. Neurofeedback setzt an diesen Prozessen an.

Das Ziel des Trainings besteht darin, die eigene Gehirnaktivität bewusster wahrzunehmen und zu regulieren. Es kann dabei unterstützend wirken,

  • Entspannung zu fördern,
  • Stress zu reduzieren,
  • die Konzentrationsfähigkeit zu verbessern,
  • das emotionale Gleichgewicht herzustellen. 

Darüber hinaus wird Neurofeedback häufig eingesetzt, um die Selbstwahrnehmung und Stressregulation zu unterstützen.

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Anwendungsgebiete von Neurofeedback

Neurofeedback kann im Rahmen einer ergotherapeutischen Behandlung begleitend eingesetzt werden, insbesondere bei:

  • AD(H)S
  • Angststörungen und Panikattacken
  • Autismus
  • depressiven Symptomen
  • Epilepsie
  • Lern- und Konzentrationsstörungen
  • Migräne
  • stressbedingten Beschwerden
  • Schlafstörungen
  • PTBS
  • Suchterkrankungen
  • neurologischen Erkrankungen (z. B. nach Schlaganfall)
  • Tinnitus
  • Tourette-Syndrom / Tic-Störungen

Hinweis: Die Anwendung erfolgt immer individuell und indikationsbezogen.

Ziel des Neurofeedback-Trainings

Ziel ist es, die Regulation der Hirnaktivität zu unterstützen, um folgende Bereiche positiv zu beeinflussen:

  • Wahrnehmung
  • Aufmerksamkeit
  • Verhalten
  • kognitive Leistungsfähigkeit
  • allgemeines Wohlbefinden

Wie funktioniert Neurofeedback?

Während einer Sitzung werden am Kopf mehrere Sensoren angebracht, die die aktuelle Hirnaktivität messen.

Diese wird auf einem Monitor sichtbar gemacht. Über visuelle oder akustische Rückmeldungen erhält der Anwender eine direkte Information über Veränderungen seiner Gehirnaktivität.

Durch wiederholtes Training kann das Gehirn lernen, bestimmte Aktivitätsmuster gezielter zu regulieren.

Wichtig: Es werden keine elektrischen Impulse an das Gehirn abgegeben. Vielmehr handelt es sich um ein Mess- und Rückmeldesystem.

Dauer und Anzahl der Sitzungen

Eine Behandlungseinheit dauert in der Regel etwa 45 bis 60 Minuten. Erfahrungswerte zeigen, dass häufig 20 bis 40 Sitzungen durchgeführt werden. Der Verlauf ist jedoch individuell und wird auf den Patienten angepasst.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter kann man Neurofeedback durchführen?

Es wird ein Mindestalter ab dem Schuleintritt empfohlen. Es gibt keine Altersgrenze, das Programm kann in jedem Alter angewandt werden.

Gibt es Nebenwirkungen?

Nach aktuellem Kenntnisstand sind keine Nebenwirkungen bekannt.

Kann Neurofeedback Medikamente ersetzen?

In wissenschaftlichen Untersuchungen wurden Effekte beschrieben, die eine Anpassung der Medikation ermöglichen. Eine solche Veränderung sollte jedoch ausschließlich in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen.

Ist Neurofeedback auch für Erwachsene?

Neurofeedback kann auch im Erwachsenenalter eingesetzt werden, insbesondere bei:

  • Konzentrationsproblemen
  • Stressbelastung
  • kognitiven Veränderungen
  • Entspannungstechnik
  • Steigerung der Stresstoleranz
  • Training von Aufmerksamkeit und Konzentration
  • Atemtherapie
  • Unterstützung therapeutischer Maßnahmen

Hinweis: Neurofeedback stellt keinen Ersatz für eine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung dar, sondern wird ergänzend im Rahmen eines individuellen Therapiekonzepts eingesetzt.